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Offizieller Antrittsbesuch des SWV Burgenland in Güssing

Im Rahmen eines offiziellen Antrittsbesuchs war der SWV Burgenland mit Präsident KommR Michael Leitgeb, Bezirksobfrau Susi Lochuk und Bezirksobmann Bashir Maher in der Stadt Güssing zu Gast



Oben: Präsident Michael Leitgeb, Bezirksobfrau Susi Lochuk und Bezirksobmann Bashir Maher beim Antrittsbesuch in der Stadtgemeinde Güssing bei Bürgermeister Vinzenz Knor (2.v.r.).

Unten: Präsident Michael Leitgeb, Bezirksobmann Bashir Maher und Bezirksobfrau Susi Lochuk (v.l.) mit Innovation-Manager Lukas Valika (2.v.l.) von der Wirtschaftsagentur Burgenland

Fotos: SWV Burgenland

 

Zunächst fand ein Besuch beim Bürgermeister der Stadt Güssing, Vinzenz Knor, statt. Anschließend wurde auch die Wirtschaftsagentur Burgenland, Zweigstelle Güssing, besucht, die durch den Innovationsmanager Lukas Valika, MSc., vertreten wurde.

 

Ziel dieses Treffens war es, die Interessenvertretung zur Stärkung der regionalen Wirtschaft weiter auszubauen. In freundschaftlicher Atmosphäre wurden wichtige Themen wie Fördermöglichkeiten, Netzwerkaufbau sowie Unterstützungsangebote für EPUs und KMUs in der Region besprochen.

Der SWV Burgenland setzt damit ein klares Zeichen für die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern, um die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig zu fördern.

Zum Herunterladen der Fotos klicken Sie auf die folgenden Links:

Antrittsbesuch – Stadtgemeinde Güssing
Antrittsbesuch – Wirtschaftsagentur Burgenland

42. Ball der Wirtschaft in Eisenstadt

Präsident Michael Leitgeb und Vizepräsidentin Maria Bleich waren dabei


Die Wirtschaftskammer in Eisenstadt verwandelte sich wieder in den größten Ballsaal des Landes. Die gut gelaunten Besucherinnen und Besucher genossen das einzigartige Ambiente und das abwechslungsreiche Programm – von der stilvollen Eröffnungspolonaise über die verschiedenen Themenbars bis hin zur Mitternachtsshow mit den Jukebox-Bandits.

Eröffnung der 34. Baumesse Oberwart

Im Rahmen der Eröffnung der 34. Baumesse Oberwart war der SWV stark vertreten

Präsident Michael Leitgeb, Bezirksobfrau Susi Lochuk, Bezirksobmann Josef-Heinz Eitzenberger sowie KommR Ludwig Pall und KommR Johann Wallner nutzten die Messe für den direkten Austausch mit zahlreichen regionalen Betrieben. 

 

Mit über 250 Ausstellerinnen und Ausstellern präsentierte sich die Baumesse Oberwart als wichtiger Treffpunkt der regionalen Bauwirtschaft und als Impulsgeber für Beschäftigung, Wertschöpfung und Innovation in der Region. Ein herzlicher Dank gilt Markus Tuider und seinem Team für die hervorragende Organisation dieser erfolgreichen Messe.

Klicken Sie auf diesen Link, um zu weiteren Fotos zu gelangen!

Für weitere Informationen klicken Sie auf den folgenden Link: Baumesse Oberwart

 

Neujahrsempfang des SWV Burgenland 2026

SWV-Burgenland-Präsident Michael Leitgeb begrüßte die Anwesenden herzlich und eröffnete den Abend. Es folgte ein äußerst mitreißendes Impulsreferat von Bernd Hinteregger, Präsident des SWV Österreich, das viele Denkanstöße bot und großen Anklang fand.

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozill, Landesrat Leonhard Schneemann sowie den beiden SWV-Präsidenten. Die Diskussion überzeugte durch inhaltliche Tiefe und spannende Perspektiven.

Die Dankesrede hielt SWV-Burgenland-Vizepräsident Andreas Bake, der anschließend offiziell das Buffet eröffnete.

Der Neujahrsempfang war eine hochwertige und niveauvolle Veranstaltung, geprägt von wertvollen Gesprächen und einer einzigartigen Atmosphäre.

Mein herzlicher Dank gilt allen Gästen für ihr Kommen sowie allen Sponsoren, die diese besondere Veranstaltung unterstütz haben.
Wir freuen uns darauf, Sie auch im nächsten Jahr wieder persönlich begrüßen zu dürfen.

Bis dahin gilt: Als Wirtschaftsverband stehen wir fest und verlässlich an Ihrer Seite. Wir versichern Ihnen, dass wir uns auch weiterhin mit voller Kraft, klarer Haltung und großem Engagement für Ihre Interessen einsetzen werden.

In diesem Sinne:
SWV – gemeinsam gestalten statt nur verwalten

Wirtschaftsparlament: Es ist Zeit für die größte WK-Reform aller Zeiten

Die zentralen SWV-Forderungen für die Wirtschaftskammer-Reform: Wirtschaftskammer-Struktur – Wahlrechtsreform – Finanzierung der WK – Service für Mitglieder & Politische Vertretung unserer Mitglieder

 

  1. Strukturoffensive: WK-Struktur österreichweit durchleuchten – Doppelgleisigkeiten abbauen. Die WK ist über Jahrzehnte ordentlich gewachsen. Jetzt braucht es echte Effizienz: Das bedeutet, dass wir unsere Struktur ehrlich und schonungslos evaluieren müssen: Ich zweifle keine Sekunde an der guten Arbeit, die in Bezirksstellen oder Auslandsbüros gemacht wird – aber ich bin mir sicher, dass hier Synergien besser genutzt werden können, und dass wir mit einer moderneren Struktur mindestens gleichgute Ergebnisse erzielen können.
  2. Interne Verwaltung der Wirtschaftskammer straffen Die interne Verwaltung der Wirtschaftskammer verbraucht einen erheblichen Teil der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Hier müssen wir unbedingt ansetzen um die Effizienz der Organisationseinheiten zu steigern. „Eine Kammer, die Millionen verwaltet, muss transparenter sein als jedes Mitgliedsunternehmen – nicht umgekehrt.“
  3. Nachvollziehbarkeit der Gehälter der Mitarbeiter:innen der Wirtschaftskammer Die Diskussion um die Gehaltserhöhungen für die Mitarbeiter:innen der Wirtschaftskammer hinterlässt eine katastrophale Optik und schädigt nachhaltig das Vertrauen in die Wirtschaftskammer. Auch wenn die dahinterliegende Systematik grundsätzlich mit Recherche nachvollziehbar wäre, kommt in der Öffentlichkeit an: Hier gelten andere Regeln. Das Gehaltssystem der WK muss zukünftig transparent und leicht nachvollziehbar sein.

 

  1. Wahlrechtsreform – Es liegt auf der Hand: Wir brauchen mehr Demokratie in unserer Wirtschaftskammer. Der heutige Antrag zur WK-Reform muss ein Bekenntnis einer ECHTEN Wahlrechts-Reform sein. Wir alle wissen, dass die letzte Arbeitsgruppe im Sand verlaufen ist, weil es keine Mehrheiten für Reformen gab. Liebe Kolleginnen und Kollegen die niedrige Wahlbeteiligung ist ein überdeutliches Warnsignal. Für unsere politische Legitimation und Schlagkraft müssen wir alles daran setzen, dass möglichst viele Unternehmerinnen und Unternehmer an der Wirtschaftskammerwahl teilnehmen. Schluss mit politischem Kalkül um Mehrheitsverhältnisse zu wahren – wir brauchen eine demokratische Struktur für unsere Kammer, die eine fachliche UND politische Vertretung der Unternehmer:innen unseres Landes sichert.

Dazu gehören:

  • Digitale Stimmabgabe bei Wirtschaftskammerwahlen
  • Automatische Zusendung der Wahlkarten an alle Wahlberechtigten
  • Mehr Information und Mobilisierungskampagnen, um das Bewusstsein für die Wahl zu stärken

 

  1. Finanzierung der Wirtschaftskammer Auch die Kammerumlagen waren in den letzten Wochen Gegenstand großer Diskussion. Wir müssen im Rahmen der WK-Reform über die Finanzierung der Wirtschaftskammer und über unsere Umlagen bzw. Mitgliedsbeiträge sprechen und schnelle Verbesserungen schaffen. „EPU und KMU tragen die Kammer – und bekommen am wenigsten zurück. Das ist weder fair noch zeitgemäß.“ Ich fordere daher: Faire Kammerumlagen für EPU: 49 € für Gründer:innen, 99 € dauerhaft mit bis zu 200.000 € Umsatz

Diese Maßnahmen sind finanzierbar durch Strukturreformen und stellen einen einfachen, gerechten Schritt dar, der vielen tausenden Betrieben sofort hilft.

  1. Entlastung für KMU – Arbeitsmarkt positiv beeinflussen

Eine generelle Streichung der KU2 halte ich nicht für sinnvoll – wie sie die UNOS etwa fordern. Ich kann mir aber vorstellen, dass wir durch gezielte Impulse Anreize für eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt schaffen können. Ich denke da z.B. an Mitarbeiter:innen 55+: so dass die Löhne dieser Mitarbeiter:innen nicht mehr in die Berechnung der KU2 einfließen.

  1. Service für Mitglieder Ein funktionierendes Serviceangebot ist das Um und Auf für zufriedene Mitglieder. Ich höre aber immer wieder „Es kann nicht sein, dass die Kammer beim Kassieren schneller ist als beim Helfen.“ Ich schätze die Arbeit der WK Mitarbeiter:innen sehr – damit diese Arbeit besser bei den österreichischen Unternehmen ankommt, ist es aus meiner Sicht essentiell, eine 48-Stunden-Servicegarantie festzulegen. Die WK muss moderne, messbare Service-Standards einführen – besonders für jene, die ihre Beiträge zahlen, aber gefühlt kaum Unterstützung erhalten.
  2. Härtefallfonds für erkrankte Selbstständige Wir alle wissen es: die soziale Absicherung von Selbstständigen ist mehr als löchrig. Als Wirtschaftskammer, könnten wir mit einem Härtefallfonds für erkrankte Selbstständige schnelle und unbürokraitsche Unterstützung ermöglichen. Ein solidarischer Fonds für EPU, die durch Krankheit oder Unfall plötzlich keinen Umsatz erzielen können ist mein Ansatz. Der Fonds soll: Fixkosten bis zu 3 Monate abdecken, Schnell, digital und unbürokratisch funktionieren. Im ersten Schritt aus WK-Rücklagen finanziert werden und nach Reform aus dem laufenden Budget gedeckt werden Ziel: Härtefälle abfedern, bis eine echte Absicherung durch eine faire Krankengeldregelung ab dem 4. Tag eingeführt wird. Damit kein Unternehmen wegen Erkrankung in den Ruin rutscht.
  1. Soziale Absicherung für Unternehmer:innen in den Fokus rücken

Und weil es mit einem Härtefallfonds aber nicht getan ist, müssen wir als WK – als Interessensvertretung ALLER Selbstständigen die Soziale Absicherung ernst nehmen. Das ist ein Thema das hunderttausende Selbstständige in unserem Land betrifft. Uns ist ganz klar: wir werden hier nicht von heute auf morgen eine perfekte Lösung haben, aber wir werden auch nicht akzeptieren, dass unsere Forderungen vom Tisch gewischt werden. Wir verlangen im Rahmen der Wirtschaftskammer-Reform eine umfassende Positionierung der Wirtschaftskammer für die Anliegen insbesondere der EPUs und auch der KMUs.

  1. Rücklagen – ich begrüße ausdrücklich die Prüfung des Rechnungshofes und schließe mich der Aussage der Rechnungshof Präsidentin an – 2 Milliarden klingt nach viel – hier sollten wir wirklich sehr effizient und zielgerichtet wie diese Rücklagen wirtschaftsfördernd unseren Mitgliedern zugutekommen können.

Wirtschaftskammer Österreich vor der größten Reform ihrer Geschichte

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) steht an einem entscheidenden Wendepunkt. In den vergangenen Wochen ist unübersehbar geworden, wie tief der Vertrauensverlust vieler Unternehmerinnen und Unternehmer gegenüber ihrer gesetzlichen Interessenvertretung reicht. Diskussionen rund um Funktionsentschädigungen und Gehälter in der Kammer haben diese Entwicklung zusätzlich befeuert – als „Tüpfelchen auf dem i“, wie es der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands (SWV), Bernd Hinteregger, in seiner Rede formulierte.

 

Ein besonders alarmierendes Signal ist die stark gesunkene Wahlbeteiligung bei den Wirtschaftskammerwahlen. Zuletzt lag sie nur noch bei 26,5 Prozent. Für den SWV ist das mehr als eine statistische Randnotiz: Es ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass viele Betriebe die WKÖ nicht mehr als jene glaubwürdige, schlagkräftige Interessenvertretung empfinden, die sie sein sollte. Besonders Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – Rückgrat und Mehrheit der österreichischen Wirtschaft – fühlen sich zu wenig repräsentiert und unterstützt.

Bernd Hinteregger warnt dabei vor weitreichenden Konsequenzen, sollte die WKÖ nicht rasch und grundlegend erneuert werden. Denn wenn die Kammer ihre Rolle als starke Interessenvertretung verliert, gerät auch die Sozialpartnerschaft als tragende Säule der Republik und zentraler Standortvorteil unter Druck.

„Keine kosmetischen Korrekturen“ – Reform in historischem Ausmaß

Im Zentrum seiner Rede steht ein klarer Anspruch: Die heute beschlossene Reform soll nicht bloß kleine Anpassungen bringen, sondern die umfassendste Neuausrichtung der WKÖ seit Bestehen der Republik werden. Der SWV kündigt an, diesen Prozess mit voller Kraft zu begleiten – von der Bundesebene bis in die Bezirksstellen.

Das Zielbild ist eindeutig: eine Wirtschaftskammer, die sich konsequent nach den Bedürfnissen ihrer Mitglieder richtet, politisch wirksam auftritt und gleichzeitig modern, transparent und serviceorientiert arbeitet. Die Reform müsse echten Mehrwert stiften – mit fairen Beiträgen, demokratischer Mitbestimmung und effizienter Unterstützung in der Praxis.

Klare Timeline: Ergebnisse bis 2026

Am Ende der Rede steht ein politisches Versprechen: Der SWV will sicherstellen, dass diese Reform nicht im Ankündigungsmodus stecken bleibt. Der Startschuss soll „jetzt und heute“ fallen – mit klarer Zeitachse:

  • Reformstart sofort

  • Erste Ergebnisse bis Frühjahr 2026

  • Erste Maßnahmen bis Ende 2026

Der Anspruch dahinter ist unmissverständlich: Ziel ist es, dass die Wirtschaftskammer wieder voll und ganz auf der Seite ihrer Mitglieder steht – effizient, digital, transparent und mit echter politischer Schlagkraft.

Antrittsbesuch bei Bgm. Dr. Michael Ludwig

SWV-Österreich Präsident Mag. Bernd Hinteregger und SWV-Wien Präsident Marko Fischer waren zu Besuch bei Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig.

Wien steht in den kommenden Monaten wieder im europäischen Rampenlicht – mit dem Eurovision Song Contest 2026, der tausende Besucher:innen anzieht und die Stadt auch wirtschaftlich stärkt.

Im Gespräch wurde deutlich, wie wichtig stabile Rahmenbedingungen für EPU & KMU sind, damit sie von solchen Großereignissen profitieren können – durch Aufträge, Sichtbarkeit und lokale Wertschöpfung.

Der SWV steht dafür, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen – in Wien und weit darüber hinaus.

SWV startet Petition gegen Energiepreisexplosion und für echte Unterstützung für EPU & KMU

 

Unsere Petition können Sie hier unterstützen:

Stopp die Energiepreisexplosion: Petition

Förderchaos bei Energiekostenzuschuss der Bundesregierung vorprogrammiert

 

Christoph Matznetter, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands und Wirtschaftssprecher der SPÖ kritisiert den von den Regierungsparteien gestern im Wirtschaftsausschuss eingebrachten Antrag zum Energiekostenzuschuss bei dem ein Förderchaos schon jetzt vorprogrammiert ist. „Für viele Betriebe ist es unmöglich die aktuellen Preissteigerungen an ihre Kund:innen weiterzugeben. Es ist Feuer am Dach. Das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft – unsere kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) sowie die Ein-Personen-Unternehmen (EPU) – brauchen eine unbürokratische und fix zugesicherte Unterstützung!“, erklärt der SWV Präsident. „Für die Energieförderung für hunderttausende KMU haben ÖVP und Grüne bisher weder Richtlinien noch Förderstelle bekannt gegeben! Die Regierung hat mit ihrem Missmanagement in Sachen Förderung während der Coronapandemie bereits mehrfach ihre Inkompetenz erwiesen: Zahlreiche Unternehmer:innen warten bis heute auf eine Rückmeldung vom Härtefallfonds. Und die Cofag, über die viele Förderungen abgewickelt werden, ist eine unkontrollierbare Blackbox geblieben, wie auch der Rechnungshof bestätigte“, zeigt Matznetter auf.

Als Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband appellieren wir daher an die Bundesregierung endlich die Augen zu öffnen und den von der SPÖ vorgeschlagenen Preisdeckel für Energiekosten umzusetzen: Die Republik kauft Gas bzw. stützt den Gaspreis der von Lieferanten an Endkund:innen geliefert wird, so dass mit einem Preisdeckel von 50 Euro pro Megawattstunde an Haushalte, Unternehmen und Kraftwerke geliefert wird. Das senkt sowohl die Gaspreise als auch die Stromkosten, die sich nach den Gaspreisen richten. So erspart sich ein durchschnittlicher Haushalt 4.000 Euro im Jahr.

„Gerade für die Selbstständigen, die etwa von zu Hause aus arbeiten, ist es wichtig, Strom und Heizen bezahlen zu können. Denn anders als die meisten Arbeitnehmer:innen, können sich Selbstständige untertags nicht im Büro aufwärmen und die Heizung zu Hause abdrehen“, erklärt Matznetter.

SWV startet Petition zur Energiepreisdeckel und Ausbau von erneuerbaren Energieträgern

„Wir starten daher eine Petition um das SPÖ Modell für einen Energiepreisdeckel lautstark zu unterstützen. Nur so kommen unsere österreichischen Unternehmer:innen zu einer unkomplizierten Unterstützung und haben Planungssicherheit für ihre Betriebe. Es ist Fünf nach Zwölf! Unsere Bundesregierung muss endlich aufwachen – es reicht ein Blick zu unserem Nachbarland Deutschland, das ein 200 Milliarden Euro Paket für einen staatlichen Energiepreisdeckel geschnürt hat. Der Energiepreisdeckel in Frankreich trägt schon erste Früchte – dort sinkt die Inflation bereits“, so Matznetter.

Viele Betriebe fordern außerdem eine unbürokratische Extraförderung für den Umstieg von Gas auf nachhaltigere Energieformen. „Wir schlagen vor, dass Unternehmen, die z.B. auf eine Photovoltaikanlage umrüsten wollen, staatlich besicherte Kredite über die AWS bekommen, und dass Förderungen umgehend ausgezahlt werden – und nicht mit überbordender Bürokratie und monatelangem Warten verbunden sind!“, fordert der SWV Präsident. Christoph Matznetter regt außerdem an Planungs- und Genehmigungsverfahren für zusätzliche Wasserkraftwerke und Windräder wie in Deutschland zu halbieren.

Gelten für Freunde von Blümel & Co andere Steuergesetze?

In der Nationalratssitzung am 30. Juni 2020 soll beschlossen werden:

  • vorübergehende Mehrwertsteuersenkung für Gastronomie auf 5 Prozent
  • Gültigkeit ab dem 1. Juli und befristet bis 31. Dezember

Nun wurden jedoch schon im Juni Rechnungen mit dem verringerten Steuersatz von 5 Prozent ausgestellt.

SWV-Präsident und NR Christoph Matznetter stellt diesbezüglich in der heutigen Nationalratssitzung eine Anfrage an Finanzminister Gernot Blümel. Wir möchten wissen wie diese vorzeitige Verwendung des verminderten Steuersatzes möglich ist und was der Finanzminister dagegen unternommen hat bzw. gedenkt zu unternehmen!

Anfrage an Finanzminister Blümel

Hier hat sowohl die Kommunikation als auch die Kontrolle von Finanzminister Blümel versagt!

Gehört der Gastronom und Intimus von Blümel & Co, Martin Ho, zu einer geheimen Testgruppe für den herabgesetzten Steuersatz?

2 Rechnungen aus dem Juni d.J. belegen jedenfalls die Anwendung eines Mehrwertsteuersatzes von 5 %, der bis dato keine Gülitgkeit hat:

DOTS Rechnung 14.06.

DOTS Rechnung 26.06.

Das Restaurant „DOTS Establishment“ verrechnete am 14.6.2020 und am 26.6.2020 eine Mehrwertsteuer von 5 Prozent auf Speisen, alkoholische, sowie nicht-alkoholische Getränke. Dieser verringerte Mehrwertsteuersatz dürfte jedoch zu diesen Zeitpunkten gar nicht angewendet werden. Theoretisch wäre er ab 1.7.2020 zulässig, soweit ein Antrag von ÖVP/Grüne zur Senkung des USt-Satzes auf Lieferungen und Leistungen in Gastronomiebetrieben rechtsgültig beschlossen und veröffentlicht wird, die parlamentarische Beschlussfassung sowie Kundmachung im Bundesgesetzblatt bis spätestens 30.6. liegt aber noch nicht vor, weshalb zu den angegebenen Rechnungsdaten dieser MWSt-Satz nicht gültig war.